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Mittwoch, 2. juli 2008
Community: Sport
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Es ist 5.30 Uhr - ich komme gerade aus der Dusche nach meinem einstündigen Morgenlauf. Mein innerer Schweinehund liegt besiegt in der Ecke und schmollt. Aber er erkennt meinen heutigen Sieg neidlos an. Er hatte heute früh, als der Wecker bereits 3.50Uhr klingelte, keine Chance. Jetzt  geht`s mir super gut, ich könnte Bäume ausreissen!
In 20min fährt meine S- Bahn. Der Arbeitstag kann kommen.
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs einen schönen Tag!
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Freitag, 27. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Die  riesige Anspannung der letzten Wochen ist langsam gewichen. Auch der Endorphinspiegel ist wieder im "normalen" Bereich.... Es hat schon einige Tage gedauert, bis ich wieder "runtergekommen" bin und in der Normalität ankam.

Jetzt heißt es wieder: Laufen, Trainieren, Laufen, Dehnen, Gymnastik, Laufen......
Noch 2 Monate - dann geht es in die Schweiz zum Alpenmarathon. Die Zeit der langen Läufe beginnt wieder.
Heute allerdings stand ein ruhiger 90min Dauerlauf auf meinem Plan. Zu einer sehr angenehmen morgendlichen Uhrzeit (9.00 Uhr) konnte ich starten.

Ich habe heute frei und konnte das erste Mal seit langer Zeit wieder ausschlafen. Deshalb ging es ausgeruht und voller Tatendrang auf meine Lieblingslaufstrecke, die ich schon eine ganze Weile nicht mehr gelaufen bin. Entlang der Nidda, in den Wald bis zu Maria Sternbach. Kurz hinter der kleinen Kirche im Wald lief ich direkt auf eine riesige Baumwurzel zu. Dieser Baum  mußte wohl einem der letzten Stürme zum Opfer gefallen sein. Es gab kein Vorbeikommen, so daß ich mir einen anderen Weg nach Hause suchen mußte und aus den geplanten 90min eben 110min wurden.

Die ersten Schritte fielen mir, wie fast immer, ziemlich schwer und ich kam mir - um mit Eke zu sprechen - vor wie  "Benjamin Blümchen, der schwerfällig durch die Prärie stapft".
Es dauerte auch eine ganze Weile, bis dieses Gefühl nachlies und ich mich ganz dem Lauf und der Natur hingeben konnte. Immer wieder durchlebte ich auch heute noch die einzelnen Etappen des Staffellaufes. Diese Faszination wird mich wohl noch eine ganze Weile begleiten.

Dann dachte ich über das Zitat von Ernst von Aaken auf Ramonas Blog nach. Jeden Tag 1 Stunde Urlaub machen.... Laufen als Urlaub sehen...  Dieser Gedanke gefällt mir sehr. Laufen ist für mich Entspannung pur, es ist wirklich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich durch Wald und Feld laufe. Der Körper braucht diese "Erholung".

Mittlerweile habe ich überhaupt kein Problem mehr, den geplanten Pulsbereich einzuhalten. Es läuft fast zu gut.. Ein kleines Zwicken im Knie ist schnell wieder weg. Ich hoffe, daß ich noch lange von Verletzungen verschont werde, daß es mich nicht trifft.
Ohne Laufen wär mein Leben ärmer.

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Sonntag, 15. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Ich hatte es mir ganz fest vorgenommen, heute, am Sonntag früh und trotz vorhergegangener Party und Weinprobe, einen Morgenlauf durch die Weinberge in Nierstein zu machen. Es hat mich wirklich viel Überweindung gekostet, heute so früh auszustehen und laufen zu gehen. Aber ich hatte ja gegen meinen inneren Schweinhund vorgebeugt und mich mit meinem Kollegen Gregor zum Laufen verabredet. Damit fiel es schon mal flach, der Versuchung zu widerstehen, einfach im Bett liegen zu bleiben.
Trotz der herrlichen Stimmung auf unserer Team-Party am Abend zuvor habe ich mich kurz vor Mitternacht verabschiedet und  mich schlafen gelegt. Pünktlich 6.30Uhr klingelte der Wecker. Ich hätte ihn an die Wand werfen können! Aber Verabredung ist Verabredung! Ich konnte Gregor doch nicht so einfach versetzen! Außerdem hatte ich hier in den Weinbergen auch mal wieder die Möglichkeit, ein wenig bergan zu laufen....
 
Bereits 10min vor der vereinbarten Zeit war ich am Marktplatz in Nierstein, Gregor war bereits auch schon da, so dass es gleich losgehen konnte.

Trotz kurzer Nacht liefen wir lächelnd los.... vorbei an herrlichen Blumenrabatten.....


















...hinaus in die Weinhänge....



















....und  - oben angekommen - genossen wir den herrlichen Ausblick nach unten, auf den Rhein, das Örtchen Nierstein bis hin zur Skyline von Frankfurt. Wir hielten einen Moment inne und lauschten in die Stille der Natur hinein....




















Auf dem Rückweg begleitete ich Gregor durchs Glockengässchen  zu seinem Hotel und lief zurück in die Villa Spiegelberg, in der ich übernachtet hatte.



















Nach dem gemeinsamen Frühstück mit den anderen "nichtlaufenden" Kollegen endete unser schöner gemeinsamer Ausflug und wir begaben uns wieder auf die Heimreise.






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Montag, 9. juni 2008
Community: Sport
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Was wäre ein Läufertreffen ohne einen Lauf? Nein - das hätte ich nicht geschafft, nach Thüringen zu fahren ohne dort einen schönen Lauf zu machen. Martin wird es mir verzeihen, denn am Sonntag stand  eigentlich ein trainingsfreier Tag auf meinem Plan.

Aber die nächste Herausforderung wartet bereits auf uns - der Rennsteigstaffellauf, zu dem wir eine Auf`s Ganze Staffel auf die Beine gestellt haben - bzw. noch dabei sind, diese zu stellen. Das ganze Unternehmen erweist sich mittlerweile als logistischen Großunternehmen. :)

Immer wieder werden wir gewarnt,, uns mit der Strecke zu beschäftigen, damit wir uns nicht verlaufen. Da wir auch nicht auf allen Etappen eine Radbegleitung organisieren konnten, ist es umso wichtiger, die Strecke auch allein zu finden. Am Schlimmsten ist wohl die letzte Etappe, die wir dann ja auch wahrscheinlich im Dunkeln laufen werden.

Also machten wir beide - Ruth und ich - uns auf den Weg, die letzte Etappe des Rennstegigstaffellaufes zu erkunden. Unsere Männer Udo und Rainer fuhren uns auf die Hohe Sonne und überliesen uns dann "unserem Schicksal". Während wir laufend unterwegs waren, haben sie sich bei der Hitze das Eis gut schmecken lassen....
Wir liessen uns nicht davon beeindrucken!

Bereits nach den ersten Minuten war uns schon klar, daß es eine Hitzeschlacht geben würde und wir bereuten, daß wir erst so spät losgelaufen sind.  Aber die Strecke war uns gnädig und spendete  viel Schatten, so daß es einigermaßen erträglich war. Das weiße Rennsteig R war überall gut zu sehen und auch gut vom Rennsteigradweg zu unterscheiden.

Wir liefen durch den herrlichen Thüringer Wald, es war einfach ein Genuß, diese Strecke zu laufen. Hier ein paar Impressionen:


































Ja - wir nahmen uns auch die Zeit für das eine oder andere Foto und wir haben es sogar geschafft, uns mit dem "Handy "selbst" zu fotografieren....

Die Strecke war sehr abwechslungsreich, die Steigungen nie sehr lang und die Bergabpassagen waren auch nicht zu steil.  Wir liefen vorbei an herrlichen Kornblumenfeldern, an einem Reiterhof und hatten zwischendurch herrliche Ausblicke auf das Thüringer Land.




































Auf solch einer schönen Strecke und mit so einer tollen Begleitung wie Ruth verging die Zeit wie im Fluge. Schneller als ich erwartet habe, näherten wir uns dem Ziel in Hörschel, wo uns ein paar nette  Wandersleute fotografierten. Fasziniert war ich auch von der riesigen Autobahnbrücke, die ich bisher nur von oben gesehen habe....


















Wenn wir hier in 2 Wochen angekommen sind, werfen wir einen kleinen Stein, den wir von Etappe zu Etappe weitergeben, in die Werra.

 DANN SIND WIR IM ZIEL! AM TOR ZUM RENNSTEIG!

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Donnerstag, 5. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Meine innere Uhr war in dieser Nacht auf meinen Morgenlauf eingestellt. Pünktlich um 03.55 Uhr war ich wach - noch bevor der Wecker geklingelt hat. Noch war es stockdunkel draussen...
Der Regen und das Gewitter von Vortag hatte sich endlich verzogen, die Luft war klar und rein. Gleich die ersten Schritte fielen mir heute leicht. Noch war es still um mich herum, auch die Vögel schliefen wohl noch. In Erwartung bald nahender Helligkeit lief ich in Richtung meiner Lieblingslaufstrecke zur Nidda - um da allerdings recht bald umkehren zu müssen. Ein umgefallener Baum lag mitten auf meinem Laufweg - ihn zu überwinden war im Dunkeln fast unmöglich bzw. hätte dazu geführt, daß wohl kein trockenes Stück Kleidung an mir übriggeblieben wäre.
Also lief ich zurück und drehte meine Morgenrunde durchs Wohngebiet.
Mittlerweile war es schon fast hell und urplötzlich waren wohl auch alle Vögel dieser Erde wach und zwitscherten munter vor sich hin. Solch ein Konzert - ungestört von allen anderen Geräuschen der Zivilisation - hört man nur morgens. Es ist einfach herrlich, so in den Morgen hineinzulaufen, ich vergesse dabei alles um mich herum. Schade, daß nicht immer Sommer ist. Es ist einfach schön, wenn die Natur morgens erwacht.
Noch schnell unter die Dusche, ein kleines Obstfrühstück und der Arbeitstag konnte beginnen.

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Sonntag, 1. juni 2008
Community: Wellness und Gesundheit
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
"Laufen sollte nicht nur immer daraus bestehen, wie kann ich eine Strecke in kürzester Zeit zurücklegen und nur die Zeit ist wichtig. Es gibt viel andere schöner Erlebnisse auf der Strecke, die man mit nur schnell laufen verpasst."
(Klaus in seinem Kommentar zu Holgers Bericht)

Dieser Kommentar hat mich heute begleitet - den ganzen Tag und  jawohl - auch abends beim Laufen.

Ich habe meine Laufpause beendet!

Den ganzen Tag habe ich mich schon so darauf gefreut! Ich mußte heute arbeiten und immer wieder fiel mein Blick durchs Fenster in die schöne, fast schon sommerliche Landschaft. Ich konnte es kaum noch erwarten!
Vor wenigen Tagen habe ich in meinem offenen Brief an Martin geschrieben, daß ich immer auf meinen Körper hören werde. Genau das habe ich heute getan. Ich wollte, mein Körper wollte laufen!
Ich glaube, ich habe noch nie einen solchen "Heißhunger" auf`s Laufen verspürt.  Als ich zu Hause war, sprang ich in die Laufklamotten,  warf  erst einen Blick in unser kleines, liebevolles Rennsteiglaufforum, las das Thema Startseite-Lied ausknipsen  und lief los. Jetzt logischerweise mit Ohrwurm :) - dem Rennsteiglauflied. Ich summte es ständig vor mich hin und mußte immer wieder über unsere Diskussion im Forum  schmunzeln. Allerdings habe ich festgestellt, daß ich auch nicht sonderlich textsicher bin und beschloß für mich, daran bis zum nächsten Rennsteiglauf noch ein wenig zu "arbeiten"
Mit dem Rennsteiglauflied im Ohr lief  es von Anfang an locker und leicht, ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt! Die Laufpause hat mir gut getan, aber jetzt ist sie vorbei! Martin wird schon dafür sorgen, daß ich es nicht übertreibe, aber das will ich auch nicht.
Immer wieder denke ich über Holgers Bericht nach und das Echo, das es ausgelöst hat. Klaus hat gestern in seinem Kommentar genau meine Empfindungen zum Ausdruck gebracht und mich die Frage stellen lassen: Worin besteht der Sinn des Laufens?
Sicher hat da jeder seine eigene Meinung. Aber ich habe in vielen Diskussionen diesen verbissenen Ehrgeiz rausgehört, auf Teufel komm raus noch ein paar Sekunden rauszuholen, nur an neue Bestzeiten zu denken und sich dafür zu "quälen"!
Versteht  mich nicht falsch, ich habe wirklich nichts gegen Leistungssport. Aber immer häufiger begegnet mir auch im Volkssport dieser verbissene Ehrgeiz. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das Laufen "geniessen" kann, wenn man nur neuen Bestzeiten "nachjagt". Ich laufe durch den Wald, sehe die Bäume, die Natur, fühle mich glücklich und frei. Kann es ein schöneres Ziel geben? Wäre ich glücklicher, wenn ich einen Marathon in 4 Stunden schaffen würde?
Ich würde mich freuen, wenn noch viel mehr Läufer den Weg als ihr Ziel betrachten würden.
Viele Anfänger schrecken vielleicht auch davor zuück, weil sie sich vom "Leistungsgedanken" im Freizeitsport erschlagen fühlen... und einfach Angst haben, nicht schnell genug zu sein? Und deshalb vielleicht as Laufen aufgeben, bevor sie richtig angefangen haben?
Oftmals höre ich Läufer, insbes. Laufanfänger, wie sie sich entschuldigen (müssen), daß sie langsam laufen.
Das ist eigentlich nur schade.
Ich bin froh und glücklich, daß ich inzwischen Freunde gewonnen habe, die mit mir langsam und genußvoll laufen.
Mein Leben ist dadurch reicher geworden.
Danke Klaus, für deinen Komentar. Danke auch Dir lieber Joghi, fun walker, Petra, Ramona und Etzelmania für eure Kommentare zu Holgers Bericht.
Danke auch Dir, lieber unbekannter Holger (der nicht mit dem Holger aus dem Bericht identisch ist), daß Du Holgers Bericht im  Forum der Streakrunner verlinkt hast, damit ihn noch möglichst viele Läufer lesen.

Ich war heute nicht sehr lang unterwegs, aber ich bin nach Hause gekommen und war glücklich.

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Freitag, 9. mai 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Es dauert nur noch 8 Tage!  NUR NOCH  8! BIS ZUM RENNSTEIGLAUF!
Ich kann es kaum noch erwarten, bis der Startschuß zu meinem 3. Marathon fällt!
Die letzten beiden Wochen fallen mir schon ziemlich schwer. Keine langen Läufe mehr, die in den letzten Wochen das Training bestimmt hatten...
Jetzt heißt es: Training zurückschrauben, regnerieren, sich was gönnen, mental vorbereiten... Umso mehr habe ich mich gefreut, daß ich neute nochmal 90min laufen "durfte", 90min im strahlenden Sonnenschein im Ossenheimer Wäldchen - begleitet von Vögeln, Eichhörnchen, Rehen... 90min Regeneration pur!
Vor 3 Jahren war es für mich die größte Herausforderung, die 5,6km lange Strecke beim Corproate Chase Challenge Lauf in Frankfurt zu schaffen. Heute betrachte eine mehr als doppelt so lange Strecke als "Regeneration". Die Zeit hat sich geändert. Und damit der Anspruch an sich selbst. Ich merke, wie ich meine Grenzen immer mehr nach oben geschraubt habe. Es ist eine gute Erfahrung: Grenzen austesten, an sie herankommen und manchmal auch sie zu überschreiten.
Auf dieser Seite habe ich beschrieben, wie ich den größten Kampf gegen mich selbst gekämpft habe. Heute weiß ich: Ich habe diesen Kampf gewonnen! Ich habe mein Leben wieder!
Ein Leben, daß nicht von Übergewicht, Krankheit, Trägheit, Unwohlsein, Diabetes und Rückenschmerzen bestimmt ist. Ich war auf dem besten Weg dorthin.
Heute - ein Jahr nach meinem ersten Marathon kann ich sagen: Es war und ist der richtige Weg. Es war der Lauf zu mir selbst. 
Dieser Weg war anstrengend und erforderte viel Disziplin. Aber er hat Spass gemacht. Ich lebe heute anders als früher. Ich werde diesen Weg weitergehen. Es werden hoffentlich noch viele Marathonläufe folgen!
Viele meiner Freunde und Kollegen halten mich auch heute noch für verrückt. Das Thema "Laufen" am Frühstückstisch in der Kantine führt schon das eine oder andere Mal dazu, daß "gelästert" wird.... :)
Bald ist wieder der Corporate Chase Challengelauf. Für mich keine besondere Herausforderung mehr, eher auch ein Regenerationslauf. Aber auch ihn werde ich geniessen. Ich laufe dort gemeinsam mit meinen Kollegen. Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere auch zu einem regelmäßigen Training finden würde...
Übrigens: Seit einigen Tagen habe ich einen neuen Kollegen:
Er ist Ironman!

Auf diesem Weg möchte ich allen meinen Lesern ein schönes Pfingstfest wünschen - mit oder ohne Lauf: Genießt die freien Tage, die Sonne, das Leben!
von petra empfehlen
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