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Freitag, 18. juli 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Das war ein toller Trainingslauf! Die Endorphine sprangen im Kreis und haben mich voll euphorisiert!
Was ich heute erreicht habe, hätte ich nie für möglich gehalten.
40min bei einem Puls von 90-95% waren früher für mich keine Herausforderung. Einfach, weil mein Puls immer ganz schnell in die Höhe schoss, auch wenn ich mich nur ganz langsam im Schneckentempo vorwärts bewegt habe.

Deshalb konnte ich auch lange nicht verstehen, wie man bei Trainingsläufen, die man bei einem Pulsbereich von 60-65% bestreitet, überhaupt einen Trainingseffekt erreichen kann. Und ob man damit schneller werden kann - da hatte ich doch erhebliche Zweifel - gerade, weil mein Tempo so überhaupt keine Fortschritte machen wollte.
Das ich niemals Spitzenzeiten erreichen würde, war mir schon klar - aber ein wenig schneller könnte es schon sein.

Bisher war es so, daß ich - egal ob ich lange oder nicht so lange Läufe gemacht habe, oftmals das gleiche Tempo lief. Einen ersten Fortschritt habe ich in diesem Jahr beim JP Morgan Chase Challengelauf bemerkt.
Nach 46min bei meiner ersten Teilnahme 2005, 42min im Jahr 2006 hatte ich in diesem Jahr die  5,6km lange Strecke in 34min bewältigt - und das trotz des unvermeidbaren Slalomlaufes.
Vieleicht hat Dieter Baumann doch recht, als er sagte: "Seit ich langsamer laufe, werde ich schneller!" Vielleicht trifft dieses Trainingsprinzip auch für Nichtprofis zu?

Jedenfalls wollte ich`s heute wissen. Wollte wissen, was geht. 90-95% des Maximalpulses war die Vorgabe. Die habe ich konsequent eingehalten. Ich habe mir  nicht das Tempo an meiner Pulsuhr anzeigen lassen - nur den Puls. Und ich bin gelaufen. Mittlerweile kann ich ein einmal eingeschlagenes Tempo recht gut halten. Mein Puls war absolut stabil, knapp unter der mir vorgegebenen Obergrenze. Ich lief wie im Rausch und ich spürte, daß das Tempo für meine Verhältnisse richtig gut sein mußte. Ich habe dieses Tempo auch ohne Probleme durchgehalten, hätte es bestimmt noch ein paar km geschafft. Aber ich habe auch gemerkt, daß ich einen Marathon in diesem Tempo nie durchhalten würde und das wohl auch nicht will. Es ist sehr schön, sich mal richtig auszupowern. Aber lange Strecken im Wohlfühlbereich laufen ist noch schöner.
Ein Blick auf meine Pulsuhr verriet mir, daß meine km-Zeit deutlich unter 6min lag. Das war noch vor wenigen Wochen unvorstellbar für mich. Ich habe mich riesig gefreut und ich habe ein für mich neues Ziel für den Herbst dieses Jahres definiert: Nach meinem Alpenmarathon im August möchte ich im Herbst einen 10km Lauf unter einer Stunde schaffen. Ich weiß zwar noch nicht wo und wann - aber ich werde mir einen schönen kleinen flachen Lauf aussuchen, bei dem ich mein neues Ziel erreichen will.

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Mittwoch, 16. juli 2008
Community: Sport
veröffentlicht in: Training
Meine heutige Trainingseinheit sah wie bereits am Montag  Bergauf-Läufe  vor. Jeweils 4x100m submaximal bergauf.
Submaximal heißt für mich (in deutsch):
Renn den Berg hoch, so schnell du kannst!
:)
Eigentlich haben wir hier in der Wetterau nur Hügel - aber einen Berg gibts in unserem Ort doch: Die Bahnhofsstrasse.
Was blieb mir also anderes übrig, als die Bahnhofsstrasse zu meinem Trainingsberg zu erklären und unter den Augen diverser Zuschauer meine Bergsprints durchzuführen.
100m in vollem Tempo hoch, locker und  langsam wieder runter. Zwischendurch 15 min  traben. Dann wieder den Berg hoch - jetzt nicht mehr "submaximal" :), sondern zügig, aber locker. Anschließend Dehnen und  auslaufen.
Es waren insgesamt nur 6km - aber die hatten es in sich. Trotzdem hat es unwahrscheinlich Spass gemacht, sich mal richtig auszupowern. Ein Blick auf die Pulsuhr verriet mir am Ende, daß ich bis 99% an meinem Maximalpuls ran war. Ist das schon "submaximal"? Oder hätte ich damit über 100% kommen müssen?
Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, daß ich so schnell war, wie es für mich maximal möglich ist. Mehr geht nicht, muß es aber auch nicht.
Immerhin hat es für "zaghaften" Beifall am Strassenrand gereicht und einige Couchpotatoes haben sich sicher an den Kopf gegriffen ob meines Tuns.
Im Wald fühle ich mich wesentlich wohler - aber da hätte der "Berg" nicht gereicht!
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Sonntag, 13. juli 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Das Wochenende war sehr ereignisreich. Mein Lieblingsbruder Etzelmania hatte einen runden Geburtstag und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Das bedeutete für mich aber auch, mehr als 1000km an diesem Wochenende  durch Deutschland zu fahren, um dabei sein zu können.
Tja - und dann gabs ja noch meinen Trainingsplan. 90min am Samstag sollten es werden. Meine einzigste Chance bestand tatsächlich darin, 05.00Uhr aufzustehen und loszulaufen.
Naja - werdet ihr sagen: Sonst steht sie ja  4.00Uhr zum Laufen  auf - wo ist das Problem?
Ja - es gab da ein Problem: Es war Samstag, an dem ich mich normalerweise von nichts abhalten lasse, um wenigstens einigermaßen auszuschlafen. Da wir ja noch weit fahren mußten, war die Nacht ohnehin schon kürzer als sonst. Aber vorher noch laufen?
Es war meine einzigste Chance an diesem Tag, meinen Trainingsplan zu erüllen. Ich schwankte zwischen Disziplin und Unlust, entschloss mich aber letztendlich doch, den Wecker auf 5.15Uhr zu stellen.
Ich schlief ziemlich schlecht und wachte totmüde auf. Mein innerer Schweinehund lag mit vollem Gewicht auf mir und flüsterte mir immer wieder ein: "Es ist Samstag, dreh Dich nochmal rum" oder "Du kannst noch fast 2 Stunden schlafen" usw. usf.  Fast war ich schon geneigt, ihm nachzugeben....
Nach hartem und zähen Ringen mit mir selbst und den Alpenmarathon vor Augen, entschloss ich mich dann doch, aufzustehen und loszulaufen.
Es war schon hell und das Licht der Sonne lugte schon ganz hinten am Horizont. Ich hatte mein IPod dabei und dröhnte mich mit meiner "Powermusik" zu. Das mache ich nicht oft, aber gestern hat es mir tatsächlich geholfen, meinen komatösen Schlafzustand so  langsam in einen Wach - Zustand zu versetzen.

Es dauerte eine ganze Weile, aber irgendwann war ich in meinem Lauftrott und ein erstes Lächeln zauberte sich auf meine Lippen. Ich begrüße ein paar Häschen am Wegesrand, die nichtmal richtig davonliefen und lauschte den Vögeln im Wald. Der IPod war längst aus, jetzt gab es nur noch Natur.
Ich lief eine der wenigen hügeligen Strecken, die ich von zu Hause aus laufen kann. Selbst am größten Hügel (ich weigere mich immer noch Berg zu schreiben) blieb mein Puls im Trainingsbereich. Dort hatte ich früher immer ganz schön nach Luft gejapst.
Überhaupt habe ich festgestellt, daß mein Puls am Morgen immer relativ niedrig ist, so das ich morgens im gleichen Pulsbereich schneller trainieren kann als abends. Da ist der Morgenlauf vielleicht gar nicht so schlecht?
Als ich meine Runde beendet hatte, waren 95 min vergangen. Es ging mir gut und die Vorfreude auf die Fahrt und die Feier stieg.
Mein Lauf war ein wunderschöner Einstieg in dieses Wochenende. Ich bin froh, daß ich  mich nicht gedrückt habe.
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Mittwoch, 9. juli 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Der Thüringen Ultra  liegt nun schon einige Tage zurück. Der Endorphinspiegel bewegt sich wieder im Normalbereich (was ist eigentlich normal - ist nicht je höher desto besser?) und im Training ist wieder der Alltag eingezogen.
3 Tage lange hatte ich ein wenig Muskelkater und die Sehnen an den Fußgelenken (sind da Sehnen?) habe ich ganz schön gespürt. Da merke ich doch immer wieder, daß der größte Teil meines Trainings auf flachen, ebenen Gelände erfolgt. Meine Fußgelenke sind es nicht gewöhnt, ständig irgendwelchen Unebenheiten im Gelände ausweichen zu müssen.
Es ist zwar schön, zu Hause loszulaufen und auch laufenderweise zu Hause anzukommen, aber wahrscheinlich doch besser, in den nächsten Wochen öfters mal in den Wald und in die Berge des Taunus zu fahren und zu trainieren. Sonst werde ich wohl in den Alpen sang- und klanglos untergehen. Ich will doch nicht nach den ersten steilen Anstiegen schlapp machen! Ja und meine Fußgelenke müssen da auch noch ein wenig üben, über Stock und Stein zu laufen....
Gestern stand auf meinem Plan eine regenerative halbe Stunde lockeres Traben und anschließendes ausgiebiges Dehnen. Das hat mir besonders gut getan. Da mein Rücken auch noch sein Recht gefordert hat, habe ich noch einige gymnastische Übungen gemacht und auch meinen Bauchmuskeln wieder mal einen Trainingsreiz verpasst - obwohl ich Bauchttaining gar nicht mag...
 Aber so schlimm kann`s nicht gewesen sein, ich habe jedenfalls keinen Muskelkater davon... :)
Der gestrige Regenerationslauf hat jedenfalls dazu geführt, daß sich meine Beine heute viel frischer und leichter anfühlen und ich mich bereits wieder auf den nächsten Lauf freue.

Mein Endorphinspiegel kann wieder eine Erhöhung vertragen!
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Montag, 30. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Heute hat sich bitter gerächt, daß ich es nicht geschafft habe, 4.00Uhr aufzustehen - obwohl ich mir (die Männer mögen mir das verzeihen)  das Endspiel gegen Spanien nicht bis zu Ende angeschaut habe. Schon nach der Halbzeit war mir klar, dass das heute wohl doch nix wird...

Dann eben früh schlafen gehen und morgens laufen.  So war der Plan.
Aber auch mir passiert es ab und zumal, daß ich meinen Plan über den Haufen werfe. Ich habe es einfach nicht gepackt, so früh aufzustehen. Mein innerer Schweinehund setzte sich problemlos durch und ich verschob mein Training auf den Feierabend.

Als ich das klimaanlagebetriebene Büro verlies, traf mich der absolute Hitzehammer - 30°C!
Oh, oh - ich wurde leicht skeptisch, was mein für heute geplantes Training betraf.

Zu Hause angekommen, hatte ich solchen Hunger, daß ich erst noch schnell was was essen mußte, bevor ich loslief. Einen Apfel, eine Banane und ein Riegel - das war eindeutig zuviel.

Bereits beim Einlaufen merkte ich, daß das Essen - gepaart mit der Hitze - keine gute Mischung war. Dann standen auch noch 20 min Tempodauerlauf auf dem Plan.

Zuerst hatte ich Mühe, überhaupt erstmal so schnell zu werden, daß ich die untere Grenze des Pulsbereiches überhaupt erreichte - obwohl ich das Gefühl hatte, zu jappsen wie ein Hund nach einer Hasenjagd. Dann rächte sich das Essen mit einem fürchterlichen Sodbrennen und die Kehle war trocken wie die afrikanische Steppe.

Ich hätte ja wenigstens auf die Idee kommen können, was zu trinken mitzunehmen, auch wenn heute nur 45 min Lauftraining vorgesehen war.

Es lief wirklich nicht gut, aber ich habe immer wieder, wenn ich in einen Schlurfschritt verfallen wollte, versucht, das Tempo anzuziehen bzw. zu halten. Ich hatte das erste Mal das Gefühl, ich muß mich beim Training richtig durchbeißen. Ich habe - trotz der Hitze - diesmal meinem inneren Schweinehund nicht nachgegeben. Ich habe mein Tempo und den Pulsbereich gehalten, auch wenn mir`s richtig schwerfiel.
Ich war echt froh, als die 20min vorbei waren und ich mich langsam auslaufen konnte.

Mein heutiges Fazit:

1. Auch wenn ich Hunger habe - niemals kurz vorm Loslaufen noch was zu Essen in mich "hineinschlingen", jedenfalls nicht wenn es so heiß ist

2. Mir nicht zu schade zu sein, bei  Hitze auch bei einer kurzen Einheit was zu trinken mitzunehmen.

Ach ja - 3. hätte ich fast vergessen:

Bei solch einer Hitze doch lieber 4.00Uhr aufstehen und laufen!



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Freitag, 6. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Mein Morgenlauf fand heute mal nicht 04.00 Uhr statt, sondern 6 Stunden später.
Ich habe frei heute und geniesse es wieder mal, durch die herrliche Natur zu laufen. Lockere 45 min stehen heute auf meinem Trainingsplan, ein mittelschneller Dauerlauf.
Ich laufe an der Bahn entlang. Von hinten naht ein Triebwagen,  der plötzlich laut tutet. (oder hupt?) Der wird doch nicht wegen mir... ? Eigentlich drehe ich mich ja nicht rum, wenn hinter mir einer hupt, aber das hat mich doch interessiert. Der Mann aus dem Triebwagen winkt mir fröhlich zu, obwohl ich ihn gar nicht kenne. Ob er auch ein Läufer ist? Vielleicht sogar ein Rennsteigläufer? Immerhin trage ich unser ForumTeam - Rennsteiglauf Shirt.
Ich hätte ihn am liebsten gefragt, aber dazu hatte ich natürlich keine Gelegenheit. Also laufe ich weiter durch Wiesen und Felder bis in den Nachbarort und dann weiter in Richtung  Friedberg.  45min sind eine begrenzte Zeit und leider nicht ausreichend, um ganz bis nach Friedberg zu laufen. Aber die Strecke ist sehr schön und ich werde sie in den nächsten Wochen mal in Angriff nehmen.
Das Laufen fühlt sich wieder richtig gut an, vom Marathon vor 3 Wochen ist nichts mehr zu spüren.
Nächste Woche geht es zum JP Morgan Chase Challenge Lauf in Frankfurt - leider nur über 5,6km, aber es ist ein Riesenevent mit weit über 60000 Startern. Ich freue mich schin darauf, gemeinsam mit meinen Kollegen laufen zu gehen.
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Dienstag, 3. juni 2008
Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Jetzt ist für mich der Rennsteiglauf 2008 endgültig Geschichte. Mein nächstes Ziel ist der Alpenmarathon von Anzere nach Leukerbad im Schweizer Wallis.
Eine neue Herausforderung... Wieder etwas, was ich noch nie gewagt habe... Ein Marathon mit insgesamt ca 1600 Höhenmetern!
Und dann gehts auch noch über Stock und Stein, über Almwiesen und unwegsames Gelände. Trotzdem überwiegt die Freude darauf und nicht die Angst.
Nein - Angst habe ich nicht davor - aber doch eine gehörige Portion Respekt, die diese Strecke aber sicher auch verdient.
Es ist ein relativer kleiner Lauf - mit nur einigen hundert Teilnehmern, aber landschaftlich sehr reizvoll. "Otto Normalläufer" wie ich startet 2 Stunden vor dem Elitefeld, so das wir ausreichend Zeit auf der Strecke haben.

Ich bin gespannt auf meinen Trainingsplan. Was wird neu sein, was anders als beim Training für den Rennsteiglauf? Wird er härter?

Den Plan für die ersten 3 Wochen habe ich heute erhalten, es ist ein lockerer Einstieg ins Training und begann gestern mit einem 50min Lauf - und das bei herrlichsten Sonnenschein und angenehmer Temperatur.
Aber sooo locker wird er vermutlich nicht bleiben....
Die kleine 30min Laufeinheit, die heute geplant war, fällt buchstäblich ins Wasser. Nicht das Wasser läßt mich zurückschrecken, sondern das Donnergrollen ist doch etwas unheimlich....
Nach einem Blick aufs Wetter von morgen früh in Niddatal habe ich mich entschlossen, die heute ausgefallenen 30min morgen früh  "nachzuholen"

Das heißt:  04.00Uhr Wecker stellen und los gehts!


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