Der Tag heute begann mit einer 2-stündigen Autofahrt durch den Regen. Nur der Spruch:
"Rennsteigläufer sind die Härtesten"
hielt mich davon ab, einfach umzudrehen und zurückzufahren. Wo waren denn die vorausgesagten 16-18°C? Das Außenthermometer meines Autos schwankte zwischen 2 und 4° - je mehr ich mich der
wunderschönen Rhön näherte, um so kälter wurde es und der Regen wurde immer stärker.
Mein Ziel war Kaltennordheim :
Der Rhöner Volkslauf.
Der heutiger Trainingslauf war eingebettet in einen regulären Laufwettbewerb. Aber bevor es richtig losging, habe ich etwas erlebt, was ich noch nie auf einer Laufveranstaltung erlebt habe: Da sich
wahrscheinlich
ganz halb Kaltennordheim im Laufzelt befand, hat der hiesige Pfarrer kurzerhand einen Gottesdienst im Läuferzelt abgehalten und
den Läufern Beistand auf den Weg auf den "Berg" mitgegeben. Ich fand es absolut beeindruckend, wie die Läufer dieses Angebot angenommen haben und im Läuferzelt kurzzeitig absolute Stille
herrschte.
Die rührigen Organisatoren hatten extra für die
"Auf`s Ganze Läufer" einen zusätzlichen Streckenabschnitt präpariert, damit wir auf die geplanten Kilometer
kommen. Deshalb gingen wir auch einige Minuten vor den Wettkampfläufern auf die Strecke.
Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen - die Kälte störte mich nicht weiter. Wir fanden eine wunderschöne Naturstrecke mit ca 500 Höhenmetern vor, die sich toll laufen lies. Ich bin
stolz darauf, jeden Berg heute gelaufen zu sein - ohne eine einzige Gehpause. Fast schwieriger waren die steilen Bergabläufe.
Besonders beeindruckend war die Freundlichkeit der Organisatoren, die "idiotensichere" Streckenmarkierung und das Echo der Zuschauer an der Strecke. Jeder erhielt Beifall - jeder, auch die letzten.
Diesen schönen Lauf werde ich garantiert im nächsten Jahr wieder mitmachen - es war ein super Trainingslauf für den Rennsteig-Marathon. Im Vorbeigehen hörte ich Läufer diskutieren, daß das Profil
hier in der Rhön noch anspruchsvoller als auf dem Rennsteig wäre. Ob das stimmt? Ich kann`s nicht einschätzen, es waren ja auch schließlich noch keine 43,5km, die wir heute gelaufen sind.
Leider waren die leckeren Thüringer Bratwürste schon alle, als wir ins Ziel gekommen sind. Auch hier hat sich wieder einmal bewahrheitet:
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" :)
Aber auch für die "Zuspätkommer" gabs noch reichlich Möglichkeiten zum Auffüllen der Kohlehydratreserven, wobei ich mir heute den leckeren Kuchen verkniffen habe und lieber eine ganze
Menge Trockenfrüchte gefuttert habe.
Auf dem Heimweg erwartete mich herrlicher Sonnenschein - und die erwarteten 16 -18°C.
Der Wetterbericht hatte doch recht - nur eben
nicht zum richtigen Zeitpunkt!
Hier seht ihr mich beim Zieleinlauf: Wie immer mit freudestrahlendem Lächeln. Ich habe es genossen!
Liebe Nora:
Vielen, vielen Dank für dieses schöne Bild! Leider habe ich mit den Tücken der Technik gekämpft und habe es wohl zu stark verkleinert. Das werde ich morgen nochmal besser versuchen! :) Danke auch
für Deine nette Mail, die ich hier mal zitieren darf:
Hallo Petra! Habe deinen Trainingsbericht soeben gelesen und finde dagehört noch ein schönes Zielfoto dazu.Ich bin Nora und habe schon einigeTrainingsläufe mitgemacht.Der letzte in Kaltennordheim
war besonders
schön.Wir sehen uns bestimmt wieder. Liebe Grüße von Nora
Und hier der 2. Versuch!
Jetzt kann man auch das
Lächeln erkennen!
Neueste Kommentare