Montag, 12. mai 2008
Community: Sport
veröffentlicht in: Lauftreff Ahornweg
Was macht man in den letzten Tagen vor`m Rennsteiglauf? Nein - keine langen Läufe mehr. Aber ein bischen Bewegung darfs trotzdem sein.
Es ist Feiertag und herrliches Wetter - was ist eigentlich naheliegender, als mit Freunden eine schöne Wanderung zu unternehmen?
Gesagt - getan!
Unser Ziel war der Rennsteig Rheinsteig - eine Gemeinschaftsidee von Irene, Jürgen und Beate.
Der Rheinsteig führt über  mehrere Etappen auf insgesamt 320km zwischen Wiesbaden und Bonn. Damit sich die weite Anfahrt lohnt und wir auch ein wenig eine Herausforderung gesucht haben, entschieden wir uns für die "Königsetappe" zwischen Kaub und St. Goarshausen.
Diese Etappe hat eine Länge von 25km und insgesamt 800 Höhnemeter und führt an einer Reihe von Sehenswürdigkeiten vorbei.

Gleich am Ortsausgang von Kaub ging es entlang von Weinbergen nach oben.



  
















Der Kaffee "to go"  durfte selbst hier  nicht fehlen, auch wenn wir uns im weiteren Verlauf dann lieber an  Wasser, Apfelsaftschorle, alkoholfreies Weizenbier hielten....




Allerdings lauerte die Verführung überall...  Immerhin befanden wir uns mitten in einem Weinanbaugebiet. So dauerte es auch nicht lange, bis wir das erste Weinangebot "to go" vorfanden:


Im Inneren dieses kleinen Häuschens befanden sich kleine Weinfläschen, saubere Gläser , eine "Vertrauenskasse" und eine Einladung zum "Probieren" :)

Auf dem Schild daneben war folgende Inschrift zu lesen:
           Ich hör der Winzer
           froh Getümmel
          hier ist des Volkes
          wahrer Himmel.
          Zufrieden jauchzet
          Groß und Klein
          Hier bin ich Mensch,
          hier trink ich Wein!
         
frei nach Goethe

Auf Grund der Wetterlage liesen wir uns allerdings nicht verführen und liefen lieber ohne Wein weiter - vorbei an Wiesen, durch Wälder und immer zwischendurch mit Blick auf den
herllichen Rhein.


































Das erste idyllisch gelgene Örtchen, das wir erreichten, war Dörscheid. Auch hier  prägte der Weinanbau den Charakter des Ortes. So führte uns der erste Weg geradewegs in ein Weingut. Den Wein haben wir trotzdem nicht probiert, aber Jürgen hat sich immerhin den halben Weinkeller zum Auffüllen seiner "eigenen Vorräte" bestellt....
Interessant war auch die eigene Brennerei, die man bestaunen durfte.


















    

Mir hatte es jedoch der Hund des Hauses am meisten angetan....      Er wollte mich eigentlich gar nicht wieder gehen lassen....   und ich hätte ihn am liebsten mitgenommen! Allerdings hätte es da  von unserem Eyko energischen Protest gegeben!

Trotzdem ging es weiter - über Stock und Stein und auch die Ab- und Anstiege wurden immer heftiger....


























Hier ist Rainer die Anstrengung deutlich anzusehen - aber er und alle anderen haben sich megatapfer geschlagen!

Verdienter Lohn war eine Rast in einer kleinen Straußenwirtschaft, wo wir uns nach einem  Kaffee, Wasser und alkoholfreiem Bier wieder auf den Weg machten.






















Kurz danach kamen wir zum  "Spitznack", einer kleinen verborgenen Aussichtskanzel am Rhein. Hier ist man ein wenig abseits vom Touristentrubel und kann den Ausblick auf den Rhein besonders gut geniessen. Allerdings sollte man schwindelfrei sein, es geht sehr steil nach unten....

Nun dauerte es auch nicht mehr lang, bis wir zur Loreley kamen. Aber kurz vorher sah ich ein Hinweis auf der Strasse, der auf eine Lauf hinwies...


 




Da muß ich mich doch glatt mal       erkundigen, um welchen Lauf es sich da handelt....

Auf dieser anspruchsvollen Strecke könnte ich vielleicht auch mal einen Trainingslauf für meinen Alpenmarathon machen!

Allerdings waren da einige - zumindest bei Nässe- gefährliche Passagen dabei.
Aber informieren werde ich mich
trotzdem! :)


Obwohl heute eigentlich nur Wandern angesagt war, kamen Bergschnaufer und ich doch erstmals zu einem (wenn auch kurzen) gemeinsamen Lauf.... und das kam so:
An der Aussichtsplattform der Loreley hatte außer uns beiden keiner mehr so richtige Lust, die Figur der Loreley zu sehen. Also zogen wir beide los, um zu suchen. Eine Unmenge Menschen tümmelte sich hier und wir liefen ziemlich planlos durch die Gegend. Endlich entdeckten wir eine Figur, von der wir annahmen, daß das die Loreley sei...
Mittlerweile war aber schon ganz schön viel Zeit vergangen, so daß wir beschlossen, gemeinsam zu den anderen zurück zu "joggen".  Unser Gekicher über uns selbst  war vermutlich im Umkreis von 100m zu hören.....
Wir haben schon einige "erstaunte" Blicke der anderen Touris eingefangen. Aber so sind wir wenigstens auch mal ein Stück zusammen zu laufen. :-) Bestimmt nicht das letzte Mal!

Ach so - ehe ich es vergesse: Das, was wir fotografiert haben, war nicht die Loreley! Deshalb werdet ihr hier diese Bild auch nicht sehen! Immerhin haben wir später die Loreley trotzdem noch gesichtet, allerdings aus einer solchen Entfernung, daß einordentliches Foto nicht mehr möglich war. Macht aber nix - unseren Spass hatten wir trotzdem!

Jetzt war es nicht mehr weit bis nach St. Goarshausen. Nach einem nochmalig kurzen steilen Anstieg ging es dann in Serpentinen - vorbei an der Burg Katz - zurück nach unten unten ins Rheintal.

















25km waren geschafft.... und wir auch! Es war eine tolle Wanderung, die wir in gemütlicher Runde bei einem Abendessen in einem kleinen Weinrestaurant ausklingen liessen. Meine "Marathondiät" und noch einige andere schöne Bilder von unserer Wanderung findet ihr auf dem Blog vom Bergschnaufer!

Übrigens: Der Lauftreff Ahornweg hat jetzt ein eigenes Forum! Wir freuen uns über neue Mitglieder - egal woher und egal, ob sie laufen, walken oder wandern oder einfach mit uns quatschen wollen!

von Petra empfehlen
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